Es gibt sie wirklich: Die 5 größten Fehler beim Immobilienverkauf

MAG. PHILIPP STOSSIER

Ihr Experte für Insolvenz- und

Immobilienrecht, Unternehmens-

und Wirtschaftsrecht.

Geerbte Wohnungen oder Häuser, doch leider haben die neuen Besitzer keine Verwendung für die Immobilien, da sich diese in einer anderen Stadt befinden oder ohnehin selbst ein Haus erbaut oder eine Eigentumswohnung bereits gekauft wurde. Die Immobilien sollen jedoch nicht vermietet, sondern zum Verkauf angeboten werden. Dass man dabei nichts falsch machen kann, ist schon mal ein Kardinalfehler.

„Im Nachhinein ist man immer g´scheiter!“, oder „Wenn ich das alles gewusst hätte, hätte ich anders gehandelt!“, sind nur einige Aussagen von privaten Immobilienverkäufern. Denn der Verkauf einer Immobilie, gleich ob ein Haus oder eine Wohnung bzw. einer Liegenschaft ist ein sehr komplexes Thema. Fehler – vor allem am Anfang des Verkaufsprozesses – können dann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

1. Mangelnden Planung und zu wenige Information von Experten

Vor allem private Immobilienverkäufer können sich sehr verzetteln, wenn es um den Verkauf von Häusern oder Wohnungen geht. Dabei muss der Verkauf bis ins Detail geplant werden: angefangen vom gewünschten Verkaufspreis, Zeitraum für den Verkauf, Übergabezeitpunkt, Bewerbung der Immobilie für den Verkauf und vieles mehr.

2. Auf die falsche Fährte locken

In Immobilien stecken Herzblut, Erinnerungen, Zeit und auch Geld. In der Bewerbung des Hauses oder der Wohnung verlieren sich private Verkäufer oftmals im Detail und beschreiben das Objekt in den schillerndsten Farben. Das kann beim Interessenten jedoch falsche Vorstellungen hervorrufen. Daher in Texten oder in Gesprächen die Immobilie so neutral wie möglich beschreiben. Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.

3. Der Preis

Der Verkaufspreis richtet sich nach der Nachfrage am Markt, wird aber je nach Lage, Immobilientyp und Verkaufszeitpunkt noch genauer ermittelt. Der Zeitpunkt, wann eine Immobilie angeboten wird, sollte daher wohl überlegt sein. Ein Experte kann eine professionelle Marktwerteinschätzung geben und auch Marktanalysen vorlegen. Das Hinzuziehen eines Experten sollte eigentlich unerlässlich sein im Verkaufsprozess.

4. Alle relevanten Unterlagen

Bei Interesse an einer Immobilie braucht es diverse Unterlagen wie einen Grundbuchauszug, eventuell vorhandene Lasten, Katasterkarte, Energieausweis oder auch Betriebskostenabrechnungen. Verkäufer sollten ein aussagekräftiges Exposé zusammenstellen inklusive anschaulicher und qualitativ hochwertiger Fotos. Experten wie Makler oder Anwälte mit Schwerpunkt Immobilienrecht wissen auch Bescheid, welche Unterlagen rechtlich notwendig sind und aus Gründen der Transparenz vorgelegt werden müssen.

5. Erreichbarkeit via Telefon oder Mail

Jemand, der auf der Suche nach einer neuen Immobilie ist, wird sich auf jeden Fall früher oder später persönlich mit dem Verkäufer austauschen. Daher sollte es nicht vorkommen, dass Mails wochenlang nicht beantwortet werden oder man laufend auf die Mobilbox gelangt. Erreichbarkeit und dann in weiterer Folge Zeiten für Besichtigungen sollten unbedingt eingeplant werden, vor allem auch abends und am Wochenende.

Private Immobilienverkäufer sind gut beraten, sich an einen Experten/eine Expertin zu wenden, die im Verkaufsprozess mit Know-how unterstützen kann. So gelingt der Verkauf für beide Seiten zur vollsten Zufriedenheit.

MAG. PHILIPP STOSSIER

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