Unternehmensnachfolge: Wer geht, wer kommt, was bleibt

MAG. PHILIPP STOSSIER

Ihr Experte für Insolvenz- und

Immobilienrecht, Unternehmens-

und Wirtschaftsrecht.

Betriebsnachfolgen sind meist dadurch geregelt, dass Kinder ihren Eltern folgen, oder andere Familienmitglieder einsteigen, Mitarbeiter übernehmen oder externe Experten ans Ruder kommen. Doch was ist alles zu beachten und zu tun, damit dies über die Bühne gehen kann. Eine geordnete Nachfolge braucht Zeit, birgt aber auch hohes Konfliktpotenzial.

157.000 Unternehmen in Österreich sind ein Familienbetrieb. Dies ist ein Anteil von 88 Prozent, die rund 1,8 Millionen Mitarbeiter beschäftigen und knapp 400 Milliarden Euro erwirtschaften. Eine der wichtigsten Entscheidungen in einem Unternehmensleben ist dann die Nachfolge und die Übergabe der sogenannten Zügel. Und dies steht bei jedem zehnten Familienbetrieb bevor. Bei Unternehmen, die ein mehr als 30-jähriges Firmenleben aufweisen, ist bei jedem vierten Unternehmen ein Wechsel an der Spitze absehbar.[1]

[1] WK Österreich

An die Familie

Häufig findet sich in der Familie jemand, der oder die als Nachfolger bzw. Nachfolgerin für die Geschäftsführung und -lenkung geeignet ist. Diese Nachfolge findet im Rahmen einer Erbschaft, einer Schenkung oder in einer vorweggenommenen Erbfolge statt. In der Phase des Übergangs und auch danach steht der neue Chef oder auch die neue Chefin vor vielen Entscheidungen, gleichzusetzen zur Gründungsphase. Wie kommuniziert man den Generationswechsel? Wie geht man mit den Mitarbeitern um? Wie verhandelt man mit der Bank? Wie gewinnt man neue Kunden und Aufträge? Viele Nachfolger haben bereits konkrete Ideen, gleichzeitig können erfolgreiche und langjährige Strategien und Wege nicht einfach über Bord geworfen werden. Beide, also der ehemalige Chef und der neue Chef, müssen in dieser Phase daher unbedingt an einem Strang ziehen.

An einen Mitarbeiter

Wenn aus der Familie oder der Verwandtschaft niemand ins Familienunternehmen einsteigen will oder kann, ist eventuell jemand aus der Führungsebene gewillt, die Funktion als Chef und Leiter den Betrieb zu übernehmen. Dies wäre dann ein sogenanntes Management-Buyout. Rund zehn Prozent aller Nachfolgen werden auf diesem Weg geregelt. Zum Ankauf wird meist ein Kredit aufgenommen. In diesem Fall treten der klassische Verkauf von Anteilen oder Vermögensgegenständen oder die Verpachtung gegen Leibrente ein.

An Externe

Ist eine geregelte Nachfolge weder innerhalb der Familie, noch seitens der Belegschaft gegeben, braucht es einen externen Experten, der die Führung übernimmt. Dann braucht es einen Investor.

Vorbereitung ist die halbe Miete

14 Prozent der Unternehmen verfügen über einen soliden, dokumentierten und kommunizierten Nachfolgeplan. 61 Prozent planen, die Führung und/oder das Eigentum an die nächste Generation zu übergeben, obwohl aktuell bei nur 39 Prozent der Familienunternehmen die nächste Generation bereits mitarbeitet. [1]

[1] Österreich-Report Family Business Survey 2018

Experten hinzuziehen

Die Spezialisten sind renommiert im Bereich Zivilrecht und Erbrecht, Gesellschafts- und Gewerberecht sowie im Haftungs- und Familienrecht. Auch steuerliche Aspekte spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Um den Generationenwechsel im Unternehmen möglichst ohne Unannehmlichkeiten durchzuführen, müssen vielerlei rechtliche Aspekte berücksichtigt werden.  

MAG. PHILIPP STOSSIER

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